„Bunte Mischung rund ums Thema Pferd“,

Westfälische Nachrichten, 15.04.2021


„Kurzarbeitergeld für Schulpferde“,

Westfälische Nachrichten, 19.03

Freuen sich, dass Reitunterricht endlich wieder möglich ist: Die St.-Georg-Reitlehrerinnen Sylvia von Heereman und Carolin Schuster – hier mit zwei ihrer Reitschülerinnen. Foto: Ruth Höping

Kurzarbeitergeld für Schulpferde

Münster-Mecklenbeck -

 

Kein Einkommen aus Reit- und Voltigierunterricht, doch die Kosten für die Versorgung der Schulpferde laufen weiter: Auch beim Reiterverein St. Georg macht man sich aufgrund der Corona-Pandemie große Sorgen.

Auch beim Reiterverein St. Georg schrillen coronabedingt die Alarmglocken: Kein Einkommen aus Reit- und Voltigierunterricht, doch die Kosten für die Versorgung der Schulpferde laufen weiter. Gemäß einer von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (  FN  ) durchgeführten bundesweiten Umfrage sieht ein Drittel der Reitschulen in Deutschland seine Existenz aufgrund der Corona-Pandemie gefährdet, denn die bisherigen Förderprogramme reichen nicht aus.

Vielfach steht die Abschaffung von Schulpferden bevor oder sie erfolgt bereits. Doch wohin mit den Pferden? Ihnen droht wohl der Verkauf. Um das zu verhindern sowie Politik und Öffentlichkeit auf die Notlage der Reitschulen aufmerksam zu machen, beteiligt sich auch der in Mecklenbeck ansässige Reiterverein St. Georg Münster laut einer Mitteilung an der von der FN initiierten Social-Media-Aktion „#KEINSchulpferdweniger“. Im Mittelpunkt der Aktion steht die Forderung nach Kurzarbeitergeld für Schulpferde, die als Seelentröster, Sportpartner und Lehrmeister die wichtigsten Mitarbeiter der Reitschulen sind.

In Deutschland gebe es rund 65 000 Schulpferde und -ponys – davon aktuell im Reiterverein St. Georg mit Corinth, Die Dame, Oreo, Paddy, Piuro, Sorella und Thorin sieben Schul- sowie mit Estelle und Rottenberry zwei Voltigierpferde. Solche Vierbeiner bildeten das Fundament des organisierten Pferdesports, sie machten Nachwuchsarbeit, Sportentwicklung und generell den Pferdesport in Deutschland möglich. „Den Vereinen und Betrieben, die Schulpferde halten und deren Kerngeschäft der Reit- und Voltigierunterricht ist, fehlen die Einnahmen, die sie für die Versorgung der Pferde benötigen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Ein Pferd lasse sich nicht wie ein Ball für die Zeit der Pandemie im Schrank verstauen. Es brauche Futter, Wasser, Bewegung, den Hufschmied und manchmal auch einen Tierarzt. All das koste Geld. Deshalb fordere die FN Kurzarbeitergeld vom Staat auch für vierbeinige Mitarbeiter.

„Experten bestätigen, dass das Infektionsrisiko beim Reitunterricht gering ist, da Abstands- und Hygieneregeln hier besonders gut eingehalten werden können – auch im Gruppenunterricht, denn mit und auf dem Pferd haben die Reitschüler schon aus Sicherheitsgründen großen Abstand zueinander. Zudem bewegen sich die Pferdesportler überwiegend draußen“, so der Reiterverein St. Georg. Die beiden Reitlehrerinnen des Vereins, Sylvia von Heereman und Carolin Schuster, dürften gemäß der aktuellen Coronaschutzverordnung den Reitunterricht seit wenigen Tagen langsam wieder aufnehmen.

Gingen die Vereine und Betriebe zugrunde, so betreffe das auch private Pferdehalter, die ihre Tiere bei ihnen unterstellten, die Reithallen und -plätze nutzten und auch Reitunterricht nähmen. „Eine ganze Branche, deren Umsatz bei geschätzten 6,7 Milliarden Euro liegt, ist bedroht, wenn das Fundament wegbricht. Deshalb beteiligen auch wir uns an der FN-Aktion #KEINSchulpferdweniger und fordern: Kurzarbeitergeld für Schulpferde“, stellen die Verantwortlichen von St. Georg klar.



Guter Start von Michael Klimke
in die Florida-Wochen

Münster -

 

Für knapp drei Monate hat sich Michael Klimke vor einigen Tagen aus Münster in wärmere Gefilde verabschiedet. Das Global Dressage Festival in Wellington lockte den Dressurreiter einmal mehr, zum achten Mal ist er in Florida dabei – und erwischte an seinem ersten Turnier-Wochenende gleich einen teuflisch guten Start. 

 
Nach dem kurzen Winter-Intermezzo mit Schnee am Samstagabend und Sonntagmorgen hat sich Schmuddelwetter in Münster breitgemacht. Sieben Grad und Dauermeimel – alles andere als einladend. Da kann man die gute Laune von Michael Klimke sehr gut nachvollziehen. Temperaturen locker über 20 Grad, dazu Sonnenschein, nur selten getrübt von ein paar Wölkchen. So lässt es sich aushalten. „Ich bin froh, hier zu sein“, sagt der Dressurreiter des RV St. Georg Münster denn auch. Mit „hier“ meint er Wellington im US-Bundesstaat Florida, wo Klimke aber alles andere als Urlaub macht. Beim zehnten Global Dressage Festival sattelt der 51-Jährige seine Pferde, bereits zum achten Mal ist er dabei. Fast Routine, wäre da nicht dieses Coronavirus.
Am 4. Januar ging die Reise für seine sieben Pferde los, Transport und Flug „haben reibungslos“ geklappt. Nach der (nicht coronabedingten) Quarantäne sind seine sportlichen Vierbeiner gut in Schuss für die kommenden Wochen und die bis zum 4. April anstehenden Turnier-Wochenenden. Das erste hat Klimke bereits hinter sich, Harmony’s Diabolo musste nachsitzen. Das Finale der Jungen Grand-Prix-Pferde, das wegen des Einsetzens der Pandemie vor einem Jahr abgesagt wurde, fand nun im zweiten Anlauf statt – und verlief für den Vorsitzenden des RV St. Georg mehr als zufriedenstellend. Mit dem elfjährigen Hannoveraner wurde er, nachdem das Duo in der Einlaufprüfung (Intermediaire II) Fünfter war, mit 70,815 Prozent Dritter. Vor leeren Rängen, was in den USA nicht selbstverständlich ist, sind doch bei den Playoff-Spielen der NFL Zuschauer in den Stadien erlaubt. Auf der Anlage des amerikanischen Dressur-Mekkas aber herrschen strenge Hygieneregeln. „Und in Restaurants und Bars, die hier alle offen sind, gehen wir nicht“, sagt Klimke. Vorsicht ist oberstes Gebot.
Das gilt auch für seine Nichte Greta Busacker. Die Tochter von Ingrid Klimke begleitet ihn in Florida, macht derzeit ein Praktikum im Sunshine State, schaut dem brasilianischen Springreiter und Olympiasieger von 2004, Rodrigo Pessoa, über die Schulter. Es gibt schlechtere Lehrmeister – und schlechteres Wetter.

„Guter Start von Michael Klimke in die Florida-Wochen“,

Münstersche Zeitung, 19.02.2012

Erfolgreiches Nachsitzen: Michael Klimke belegte mit Diabolo im nachgeholten Finale der Jungen Grand-Prix-Pferde Rang drei.Foto: privat



Ein toller Beitrag in den Westfälischen Nachrichten über das Late Entry Turnier ! 

 

https://www.wn.de/Sport/Lokalsport/Muenster/4217361-Reiten-Mehr-als-nur-Ersatz-fuer-Corona-Ausfaelle-Late-Entry-Turniere-beim-RV-St.-Georg


Zufriedenheit mit Turnierverläufen
beim RV St. Georg

Münster -

 

Weil die meisten Turniere in diesem Sommer ins Wasser fielen, entschied sich der RV St. Georg Münster zu einer Late-Entry-Serie. Das Fazit, das der Reitclub nun zieht, fällt positiv aus. Auch weil die Sportler hervorragend mitzogen. 

Es war ein kleines Wagnis, das der RV St.  Georg Münster einging. Nach zahlreichen Turnierabsagen wollte der Verein vom Reiner-Klimke-Weg Dressurreitern Startmöglichkeiten schaffen und hob eine Late-Entry-Serie mit fünf Turnieren über sechs Wochen aus der Taufe.

Eine Idee, die sich im Nachgang als richtig entpuppte und auf große Resonanz stieß. „So wie es gelaufen ist, können wir sehr zufrieden sein. Wir haben von den Reitern ganz viel Positives gehört. Wir hatten uns erhofft, dass es gut laufen wird. Aber es wäre vermessen gewesen, damit zu rechnen“, sagte  Michael Klimke  , der Vorsitzende des RV St. Georg Münster, nach dem Abschluss am Freitag.

Regen und Hitze

Einen „Streifzug durch die Sommer-Turniersaison“ hat Klimke mit seinen Mitstreitern dabei erlebt. „Wetter-technisch mit Regen und Hitze.“ Und sportlich war von der Spitze mit dem Grand Prix und dem Special oder der Mittleren Tour bis zum Breitensport wie etwa dem abschließenden Amateur-Tag auch alles dabei. Das angebotene Programm kam an bei den Reitern, die sich diszipliniert an die vorgegebenen Corona-Regeln hielten und so nicht nur sportlich ihren Beitrag zum Gelingen beitrugen. „Das war schon vorbildlich“, lobte Klimke.

 

Das Wagnis also hat sich gelohnt, auch wenn Kleinigkeiten steigerungsfähig waren. „Es gibt sicher Dinge, die wir besser machen können“, gab er zu. Vielleicht für eine Wiederholung. Denn beim RV St. Georg wissen sie ja nun, dass sie so eine Late-Entry-Turnierserie auf die Beine stellen können.

„Zufriedenheit mit Turnierverläufen beim RV St. Georg“,

Westfälische Nachrichten, 07.08.2020

Die Dressurreiter, hier Louisa Schulte-Südhoff mit Fleetwood Mac, gaben dem RV St. Georg positives Feedback. Foto: RV St. Georg



„Championats-Quali als erneuter Höhepunkt“,

Westfälische Nachrichten, 25.07.2020


„Klimke meldet sich zurück“,

Westfälische Nachrichten, 17.07.2020


Münster: Doppelerfolg für Christoph Koschel in der Intermédiaire II, Grand Prix für Ingrid Klimke

 

Das Late Entry-Turnier im Reitverein St. Georg Münster hat Prüfungen bis Grand Prix Special ausgeschrieben. Heute standen Intermédiaire II und Grand Prix auf dem Programm.

In der Intermédiaire II um Preis von KOSCHEL Dressage war es Christoph Koschel, der die Prüfung dominierte. Er siegte im Sattel des neunjährigen Oldenburger Hengstes Delmonte v. Destano-Argentinus mit 70,833 Prozent. Zudem wurde er auch noch Zweiter auf dem Lusitano-Hengst Favorito, hier mit 70,842 Prozent. Rang drei holte mit 69,693 Prozent Martin Pfeiffer auf dem westfälischen Flanagan-Sohn Farfan.

KLIMKE ÜBERLEGEN

Auch der Grand Prix war vom Dressurstall Koschel gesponsert worden. Hier musste Christoph Koschel allerdings Ingrid Klimke und Franziskus den Vortritt lassen, die die Prüfung mit 77,033 Prozent überlegen für sich entschieden.

Für Ingrid Klimke ist es der zweite Turniereinsatz nach ihrem Sturz Ende Mai, bei dem sie sich einen Brustwirbel brach und erst einmal pausieren musste. Vor zwei Tagen war sie in Hamm-Rhynern zum ersten Mal wieder Gelände geritten. Heute dann das erste Dressurturnier.

Einzig Harry Lorenz, Richter bei M, hatte die Reitmeisterin und ihren zwölfjährigen Fidertanz-Sohn nur auf Rang zwei. Lorenz hatte Christoph Koschel und den elfjährigen KWPN-Wallach Eaton Unitechno v. Wynton an der Spitze gesehen, lag mit seinen Punkten aber deutlich über den Kollegen bei H und C, Sascha Schulze und Hubert Hesker-Lengermann. So wurde es am Ende Rang zwei für Koschel.

Über Rang drei konnten sich Anabel Balkenhol und ihre Hannoveraner Stute Davinia La Douce freuen (73,533). Susan Pape wurde mit ihrem 2018er Burg-Pokal Finalisten Eclectisch v. Zenon Vierte (72,367).

„ Münster: Doppelerfolg für Christoph Koschel in der Intermédiaire II, Grand Prix für Ingrid Klimke“,

St. Georg, 16.17.2020

 

Ingrid Klimke und Franziskus beim Training zuhause in Münster. (© Toffi)



Hochklassiges Bergfest beim RV
St. Georg

Münster -

Die Sommer-Turnierserie erfährt an diesem Wochenenden noch mal eine Steigerung. Die Nennungen für den dritten Teil sind hochkarätiger als zuletzt. Dennoch soll die Atmosphäre familiär wie gewohnt bleiben. 

Zweimal war der RV St.  Georg Münster  in den vergangenen Wochen bereits Gastgeber eines Late-Entry-Turniers, beide Male gab es am Reiner-Klimke-Weg auf der Kleinen und Mittleren Tour guten Dressursport zu sehen. Doch das Bergfest – das Turnier am Donnerstag und Freitag ist das dritte in der fünfteiligen Sommerserie – hat es in sich, qualitativ wird es noch einmal eine Steigerung geben.

Die Große Tour mit einer Intermediaire II (8.30 Uhr) und einem Grand Prix (13 Uhr) am Donnerstag sowie einem Kurz-GP (8.30 Uhr) und dem Special (11.30 Uhr) am Freitag lockt prominente Namen. Helen Langehanenberg, die schon in der vergangenen Woche bei ihrem Verein RV St. Georg dabei war, sattelt erneut – mit Hollywood steht sie auf der Nennungsliste. Neben der Team-Weltmeisterin von 2014 gehört auch Ingrid Klimke mit Franziskus zum Olympia-Kader, das Duo könnte bei seinem Heimspiel die Highlights im Grand Prix wie im Special setzen. Seinen letzten Auftritt vor der Corona-Pause gewann das Paar Mitte März beim Signal-Iduna-Cup in Dortmund.

Eine Grand-Prix-Siegerin ist auch Davinia La Douce, die Stute von Anabel Balkenhol. Auch diese beiden werden im Parcours mitmischen, dazu kommen die frühere Weltmeisterin Nadine Capellmann, Therese Nilshagen (EM-Dritte mit der schwedischen Equipe) oder Christoph und Patricia Koschel nach Münster. „Wir freuen uns auf ein super Starterfeld und sehr guten Sport in einer familiären Atmosphäre“, sagt Michael Klimke, Vorsitzender des RV St. Georg.

Wie schon in der vergangenen Woche sind erneut Zuschauer erlaubt und willkommen, bis zu 100 Besucher dürfen dabei sein. Ihr Kommen sollten sie bei dieser Besetzung ganz sicher nicht bereuen.

„Hochklassigen Bergfest beim RV St. Georg“,

Westfälische Nachrichten, 15.07.2020

Ingrid Klimke auf Franziskus Foto: Jürgen Peperhowe



„Teil zwei beim RV St. Georg Münster“,

Westfälische Nachrichten, 09.07.2020